Optimale Rasenpflege im Frühjahr

Nach dem kalten Winter braucht Ihr Rasen eine intensive Pflege. Durch Schnee,Eis und Nässe wurde die Rasenfläche meist nicht nur stark strapaziert, sondern auch der Boden und die Grasnarbe verdichtet.

Dem Rasen wurde so über Wochen und Monate sozusagen die Luft zum Atmen genommen. Der Boden ist fest und kein guter Nährboden für einen schönen Rasen im Sommer.
Im Frühjahr, wenn der Boden frostfrei ist und der erste größere Wachstumsschub einsetzt, sollte der Rasen deshalb durch Harken, Düngen, Vertikutieren und Nachsäen wieder fit gemacht werden.

Rasen harken

Als allererstes sollten Sie den Rasen von sämtlichen abgestorbenen Pflanzenteilen durch Harken befreien.
Falls Sie besonders schonend vorgehen möchten, geht das auch mit einem Laubbesen oder Straßenbesen mit festen Borsten. So können Sie auch verfilzte und verklebte Rasenteile wieder lockern und voneinander lösen.

Richtig Düngen

Nun ist eine ausreichende Nährstoffversorgung der Gräser wichtig, damit diese schnell wieder ergrünen. Während das Sonnenlicht und höhere Temperaturen Anreize für die Pflanzen bieten, um mit der Wiederaufnahme der Nährstoffe zu beginnen und so den Wachstumsprozess einzuleiten, werden wir diesen Prozess zusätzlich mit entsprechend geeignetem Dünger fördern.
Der Rasen bildet dann kräftigere Wurzeln und die Gräser können stärkere und mehr Austriebe bilden. Das sorgt für einen dichten Rasen.

Wann gedüngt werden kann, ist von der Aussentemperatur abhängig. Generell gilt: Spätestens im März sollte es losgehen.
Für den Wachstumsstart sind Dünger mit viel Stickstoff besonders geeignet.

Das Vertikutieren

Für die Rasenpflege im Frühjahr ist es wichtig, nie zu früh zu vertikutieren. Sonst könnte Ihr Rasen Schaden nehmen. Vertikutieren ist ein grober Eingriff, bei dem durch das Anritzen der Rasenfläche viele Pflanzenteile abgeschnitten und entfernt werden. Unmittelbar nach der Winterruhe wird ihr Rasen dadurch also nur noch mehr geschwächt.
Warten Sie also ab, bis Sie Ihren Rasen geharkt und gedüngt haben, und lassen Sie den Gräsern mindestens zwei weitere Wochen Zeit – dann ist das Wachstum bereits soweit angeregt, dass Ihr Rasen das Vertikutieren gut verkraften kann und auch starke Seitentriebe bilden kann.

Bei kleineren Rasenfläche ist ein Elektro-Vertikutierer absolut ausreichend.
Sollte Ihre Rasenfläche die Größe von 1000 qm überschreiten, oder falls Sie einen Rasen neu auf schwierigem Untergrund anlegen, so ist die Anschaffung eines Benzin-Vertikutierers meistens sinnvoll.

Die Nachsaat

Hat ihr Rasen in den Wintermonaten deutlich gelitten, so sollte Sie unbedingt Rasen nachsäen. Diese Nachsaat muss keineswegs mit aufwendigen Arbeiten wie zum Beispiel Umgraben verbunden sein.
Sie benötigen nur einige kurze Schritte , um die Nachsaat erfolgreich durchzuführen:

  1. Vorbereitung: Rasen sauber harken, Düngen und Dünger greifen lassen (2 Wochen). Dann kurz mähen (1-2cm), danach gründlich vertikutieren
  2. Aussaat: Den Samen mit einem Streugerät oder -wagen gleichmäßig verteilen und ca. 1cm tief mit dem Rechen in den Boden einarbeiten.
  3. Wässern: Halten Sie den Boden 4 Wochen durchgehend durch Beregnung feucht, um ein Austrocknen zu verhindern. Sprinkler und Bewässerungscomputer sind hier sehr hilfreich.
  4. Mähen: Nach Anwachsens des Rasens bis rund 7 oder 8 cm, führen Sie den ersten Schnitt durch. Aber Achtung. Nicht zu kurz schneiden. 5-6cm sind vollkommen ausreichend. Entsprechende Rasenmäher finden Sie in unserem Rasenmäher-Showroom.
  5. Düngen: Nach dem Mähen bringen Sie einen Langzeitdünger mit hohem Stickstoffanteil aus. Optimal vor einem Regen. Bitte achten Sie auf gleichmäßige Verteilung, also am besten wieder mit einem Streuwagen ausbringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.